Heute vor 82 Jahren:
Die anglo-amerikanische Invasion Europas am 6. Juni 1944, englisch als „Operation Overlord“ (dt.: „Unternehmen Oberherr“, „Unternehmen Platzhirsch“ oder „Operation Übergott“) bezeichnet, war nach der knapp zwei Jahre zuvor gescheiterten Operation Jubilee der zweite Versuch der westlichen Alliierten im Zweiten Weltkrieg, den deutschen Atlantikwall in Nordfrankreich zu durchbrechen und dort selbst eine feste Basis aufzubauen. Dazu gehörten die Invasion in der Normandie unter dem Decknamen Operation Neptune sowie mehrere Folgeoperationen. Der militärische Überfall auf die „Festung Europa“ dauerte vom 6. Juni 1944, dem „D-Day“, bis zum 25. August 1944, als die Alliierten am Ende der Schlacht um Paris Frankreichs Hauptstadt einnahmen.
…. Anders als es später dargestellt wurde, war die Landung in der Normandie jedoch für die Alliierten ein sehr hohes Risiko. Man ging von einer nicht mehr als 50%igen Erfolgschance aus, wäre aber bei einem Scheitern auf Jahre nicht zu einer weiteren Landungsaktion solchen Ausmaßes fähig gewesen. Der Moment der Landung ist immer ein Moment der Schwäche. Speziell die US-Amerikaner hatten solche verheerenden Verluste, daß sie in ihrem Abschnitt kurz vor Abbruch der Operation standen.
Nicht auszudenken, was geschehen wäre, wenn rechtzeitig die in der Normandie in Bereitschaft stehenden Truppen, vor allem die von den Alliierten extrem gefürchteten Panzerverbände, eingesetzt worden wären.
Was sich wirklich abspielte, ist in diesem Buch ( Verrat in der Normandie 1944) sehr gut beschrieben. Nach der Abwehr der alliierten Invasion, hätten die in Frankreich frei werdenden Kräfte die Ostfront stabilisieren können, was wiederum ein enormer Zeitgewinn für die Weiterentwicklung und den Bau der wirklichen Wunderwaffen bedeutet hätte.
Das Ergebnis wäre ein komplett anderer Geschichtsverlauf gewesen …
In seinem Buch „Widerstand im Dritten Reich“ geht auch Heinz Roth von einem gezielten Verrat durch die „Abwehr“ unter Wilhelm Canaris aus:
„Am Vorabend der Invasion unternahmen die Verschwörer den vielleicht folgenschwersten Eingriff des ganzen Krieges. Wie Chester Wilmot bezeugte, fälschten die ,Fremden Heere West' unter der Leitung des extra von Stauffenberg dorthin kommandierten Oberst i. G. Frhr. v. Roenne und des Oberst i. G. Michael ,einige dreißig Divisionen' mehr auf die Landkarte, als tatsächlich auf der britischen Insel für Angriffszwecke verfügbar waren. Vermittels dieser Verdoppelung der feindlichen Truppenstärke führten die Verschwörer, – wie beabsichtigt, – eine totale Zersplitterung und Lähmung der gesamten deutschen Invasionsabwehr herbei. [Anmerkung: Diese ,Gespensterdivisionen' haben tatsächlich das OKW im Zusammenhang mit den irreführenden Meldungen Speidels verführt, auf die ,eigentliche' Invasion im Pas de Calais zu warten, und damit verhindert, die ersten Brückenköpfe der Alliierten in der Normandie durch massierte Gegenangriffe ins Meer zu werfen.
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