🇺🇸❗️🇮🇱 USA setzen Israel unter Druck, die drei Kriegsschauplätze zu beenden – Differenzen mit Netanyahu verschärfen sich
Die Spannungen zwischen Israel und den USA nehmen laut dem israelischen Sender Kanal 13 zu – und das zu einem heiklen Zeitpunkt für Ministerpräsident Benjamin Netanyahu.
Admiral Brad Cooper, Kommandeur des US Central Command, besuchte am Wochenende Israel und übermittelte die Botschaft, dass Washington möchte, dass Israel die Kämpfe an allen drei derzeit aktiven Fronten beendet: Iran, Libanon und Gaza.
Im Libanon fordern die USA, dass sich die israelischen Streitkräfte von weiteren Positionen im Süden des Landes zurückziehen. Im Gazastreifen drängen sie auf Fortschritte beim Aufbau einer multinationalen Truppe, der derzeit mehrere hundert Soldaten aus Marokko und Uganda angehören.
Ein hochrangiger israelischer Offizier bestätigte gegenüber Kanal 13, die amerikanische Botschaft sei eindeutig: „Auf den Abschluss der drei Fronten hinzuarbeiten.“
Israelische Sicherheitskreise protestierten bei der politischen Führung gegen diese Forderung. Zwar sei sie nicht ausdrücklich Bestandteil des Abkommens, doch gehe sie aus den Gesprächen zwischen beiden Ländern hervor. Demnach soll Israel gezielte Tötungen einstellen und seine Militäroperationen im Gazastreifen zurückfahren.
Netanyahu reagierte bei der Eröffnung der Kabinettssitzung mit deutlichen Worten.
Zu Gaza lehnte er das vorgeschlagene 15-Punkte-Papier ab:
„Israel lehnt das 15-Punkte-Dokument ab. Die Armee wird sich nicht zurückziehen, solange die Hamas nicht entwaffnet ist. Und wenn ich von Entwaffnung spreche, meine ich schwere Waffen, weniger schwere Waffen – alle Waffen. Eine echte Entwaffnung, keine Scheinlösung.“
Zum Iran bekräftigte er:
„Mit oder ohne Abkommen – solange ich Ministerpräsident bin, wird der Iran keine Atomwaffen besitzen. Denn die Existenz unseres geliebten Staates steht nicht zur Verhandlung.“
Zum Libanon wies Netanyahu Berichte über eine angebliche Schwäche Israels zurück:
„In den vergangenen Tagen hat Israel mit großer Stärke im Libanon gehandelt und Terroristen ausgeschaltet, unter anderem auf dem Bergrücken von Ali al-Taher. Wir befinden uns mitten in einer sehr wichtigen Operation.“