„Höre der Erde zu. Sie behält keine Spuren von der Wut des Windes. Sie empfängt Regen, Sonne, Kälte und Wärme mit dem immer gleichen Respekt, denn sie weiß, dass jede Jahreszeit ihre Lehre trägt.
Schau dir den Fluss an. Das Wasser verlangsamt sich nicht auf den Steinen an seinem Grund. Es streichelt sie, umgeht sie, wandelt sie mit Geduld. Wasser erinnert uns daran, dass wahre Stärke nicht im Kampf liegt, sondern in der Fähigkeit, immer weiter voranzukommen.
Beobachte das Feuer. Es verzehrt Altes, um dem neuen Leben Raum zu bieten. Es lehrt uns, dass manche Verluste vorübergehend sind und dass manche Enden verschleierte Anfänge sind.
Der Wald trauert nie um die Blätter, die er im Herbst aufgibt. Er weiß, was fällt, nährt die Wurzeln all dessen, was im Frühling wiedergeboren wird. So ist es mit unseren Wunden: Wenn sie der Erde mit Demut geschenkt werden, werden sie zum Boden unserer Weisheit.
Der große Geist spricht ohne Worte. Er offenbart sich im Gesang der Vögel, im Atem des Windes, in der Stille der Berge und im Flüstern der Flüsse. Wer lernt, der Natur zuzuhören, hört irgendwann seine eigene Seele.“
Hopi-Weisheit
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