Das OxyContin-Verbrechen: Das künstliche Sucht-Imperium der Familie Sackler
Wenn Contergan die Urkatastrophe der Pharmageschichte ist, dann ist die US-Opioid-Krise das monumentalste, profitgetriebenste Massensterben der Moderne.
Mitte der 1990er-Jahre entfesselte der Pharmakonzern Purdue Pharma – im Besitz der Milliardärsfamilie Sackler – eine humanitäre Katastrophe unvorstellbaren Ausmaßes. Aus purer Gier wurde eine hochgradig süchtig machende, morphinähnliche Substanz als harmloses Alltagsmedikament getarnt und millionenfach in die US-amerikanischen Haushalte geschleust.
Die nackten Fakten des Massensterbens
●Über eine halbe Million Tote: Seit der Markteinführung von OxyContin im Jahr 1996 sind in den USA weit über 500.000 Menschen an den direkten und indirekten Folgen von Opioid-Überdosierungen qualvoll gestorben.
●Heroin aus der Apotheke: Der Wirkstoff Oxycodon ist chemisch eng verwandt mit Heroin. Er flutet das Gehirn und erzeugt in kürzester Zeit eine extreme, unkontrollierbare physische und psychische Abhängigkeit.
●Die Einstiegsdroge im Patientenkittel:
Als die Behörden nach Jahren des Sterbens die Rezepte für OxyContin drosselten, waren Millionen Menschen bereits schwerstabhängig. Die Folge: Ein beispielloser Massenansturm der Betroffenen auf den Schwarzmarkt, hin zu billigem Heroin und dem synthetischen Todes-Opioid Fentanyl.
Das skandalöse Ausmaß der Vertuschung und Manipulation
●Die Jahrhundert-Lüge: Die Familie Sackler initiierte eine der aggressivsten und betrügerischsten Marketingkampagnen der Geschichte. Sie behaupteten fälschlicherweise, das Suchtpotenzial liege dank einer speziellen „Zeitverzögerung“ (Time-Release-Effekt) bei unter einem Prozent. Das war eine bewusste, wissenschaftlich völlig haltlose Lüge.
●Das System der Bestechung: Purdue Pharma manipulierte das gesamte medizinische System [Reuters, 2021]. Sie kauften Ärzte mit Luxusreisen und Beraterhonoraren, erfanden die betrügerische Diagnose des „Pseudo-Schmerzes“ (bei der Schmerzsymptome durch noch mehr Opioide bekämpft werden sollten) und bezahlten Zulassungsprüfer der US-Behörde FDA (Food and Drug Administration) für die Freigabe des tödlichen Werbeslogans.
●Aggressive Expansion im Sterben: Interne E-Mails belegen, dass die Sackler-Chefetage bereits in den späten 1990ern genau wusste, dass OxyContin wie eine Straßendroge missbraucht, zerstampft und gespritzt wurde. Die Reaktion der Familie? Sie wiesen ihren Vertretern an, die Schuld auf die Opfer zu schieben („die kriminellen Süchtigen“) und den Vertrieb in den am härtesten betroffenen Regionen sogar noch massiv hochzufahren.
Die Justiz-Farce: Der Milliarden-Freikauf
Das politische und juristische Nachspiel verdeutlicht die totale Ohnmacht des Rechtsstaates gegenüber kriminellen Superreichen:
●Die Flucht in die Insolvenz: Um dem direkten Zugriff der Justiz und über 3.000 Klagen von Bundesstaaten, Städten und Opfern zu entgehen, meldete Purdue Pharma strategisch Insolvenz an [Reuters, 2021].
●Die Milliarden-Verschiebung: Bevor das Insolvenzverfahren eingeleitet wurde, zog die Familie Sackler schätzungsweise 10 bis 13 Milliarden Dollar an Profiten aus der Firma ab und versteckte das Geld auf geheimen Auslandskonten.
●Der Schutz vor Strafverfolgung: Nach jahrelangem Rechtsstreit entschied der US Supreme Court im Sommer 2024, dass ein umstrittener Vergleichsplan der Sacklers – der ihnen im Austausch für eine Zahlung von 6 Milliarden Dollar aus ihrem Privatvermögen lebenslange zivilrechtliche Immunität gewährt hätte – in dieser Form unzulässig ist. Dennoch sitzt bis zum heutigen Tag kein einziges Mitglied der Sackler-Familie für diesen organisierten Massenmord hinter Gittern.
Kurze Zusammenfassung:
Über 500.000 Todesopfer, weitere Millionen Geschädigte, Milliarden Profit gemacht und keine Strafe.
Ist das zu fassen?!
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